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Andrim Emini (geboren am 7. Februar 1982 in Dieburg) ist ein multilingualer deutscher Künstler albanischer Abstammung. Er war u.a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Staatstheater Stuttgart, Schauspiel Frankfurt und der Philharmonie Luxemburg als Schauspieler engagiert. Für die Theaterproduktion Ostwind von Emre Akal erhielt er und seine Kollegin Berivan Kaya im Jahr 2015 den Theaterpreis Stuttgart und den des Landes Baden-Württemberg  (Regie: Wilfried Alt).


Seine ersten größeren Filmrollen füllte er ab dem Jahr 2009 unter anderem als jüdischer italienischer Flüchtling Bruno an der Seite von Christine Neubauer im deutschen ARD-TV-Mehrteiler Gottes mächtige Dienerin mit Leben (Regie: Marcus O. Rosenmüller). Dieser Film wurde beim Monte-Carlo Filmfestival als bester Film nominiert. 2010 hatte er die Chance in einer Rolle der damaligen ZDF Krimi Serie Soko 5113/München seine humorvolle Seite schauspielerisch darzustellen und an der Seite von Barbara Wussow zu agieren (Regie: Bodo Schwarz).


Noch vor seiner Schauspielausbildung in Hamburg, die er unter einem Stipendium der Wfk e.V. absolvierte, ging er durch eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank AG. Nach dieser Ausbildungszeit wechselte er für 6 Monate als Trainee zum Privatkundenberater bei der Commerzbank AG. Diese Stelle kündigte er, weil er sich auf seine künstlerische Arbeit fokussieren wollte und extremen Mobbing ausgesetzt wurde.


Nach einem Auftritt in einer Karaoke Bar mit 18 Jahren, wurde er von einem Talentscout angesprochen und dadurch Sänger in dem Musik Dance Projekt P2 unter dem Vertrieb der Dance Division und später Teil der weltweit 1. Boyband, die nur aus offen queeren jungen Männern bestand. Die Band Marilyn´s Boys, die durch ein Casting zusammen gestellt wurde, in der explizit junge queere Sänger gefragt waren sich zu bewerben, wurde von weit über 1500 Bewerbern in mehreren deutschen Städten in den offenen Castings besucht. Unter den Bewerbern fanden sich auch Kandidaten aus Frankreich, der Schweiz, Österreich, Luxemburg, Dänemark, Belgien und den Niederlanden. In mehreren Schritten wurde die Band zu einer 5er Gruppe zusammengestellt. Auch hier saß wie schon bei den No Angels Rainer Moslener in der Jury und entschied über die Zusammenstellung der Band. Die Band hatte ihren Plattenvertrag bei Edel Records und konnten mehrere Chart Einstiege in den Deutschen Media Control Charts verbuchen. Es folgten Musikvideo Veröffentlichungen auf MTV und VIVA, eine Tour als Vorband von Jeanette Biedermann und eine Club Tour durch das europäische Ausland und mehrere Fernsehauftritte u.a. im ZDF Fernsehgarten moderiert von Andrea Kiewel


Da der größere Erfolg ausblieb und es seitens der Queer Community immer wieder zu Anfeindungen während Live Auftritte kam, beschloss man das Projekt auf Eis zu legen. In dieser Zeit entschied sich Andrim Emini vorerst abschied von der Musik zu nehmen und auf die Schauspielschule zu gehen.


Andrim Emini ist Unterzeichner des ActOut Manifest (act-out.org). Er engagiert sich für die Sichtbarkeit von queeren Menschen in der Medienbranche und ist Teil der Künstler gegen Antisemitismus-Initiative (artistsagainstantisemistism.org), die sich klar gegen jede Form von Antisemitismus ausspricht.


Nach dem plötzlichen Tod seines Lebenspartners und seines Vaters zog er sich für mehrere Jahre aus dem Schauspielberuf zurück und arbeitete unter anderem als Casting Assistent und als Souffleur. 2018 kehrte er mit einer Episodenrolle in der ZDF Krimi Serie Soko Stuttgart in den Beruf zurück. Seitdem arbeitet er wieder als Schauspieler und in diversen Bereichen unter anderem als Drehbuchautor, Regisseur, Sänger und Songschreiber weiter.


Für das Jahr 2022 sind Teaser (Spielfilmkonzepte) Dreharbeiten geplant, wofür Andrim Emini die Drehbücher schrieb und die Regie übernehmen wird. Eine Single Veröffentlichung im Genre Electronic Dance ist in Vorbereitung.